Archiv der Kategorie 'Fremdkörper'

Fremdkörper? Ja sigga!

Hier nun ein Beitrag unserer Freunde von Fremdkörper.
Lehnt euch zurück und genießt den Sound. es lohnt sich!
Wir freuen uns auf das nächste Zusammentreffen mit euch, das Bier wird diesmal kalt sein ;)
Infos zur Band könnt ihr natürlich auch bald hier unter Bands nachlesen.

Fremdkörper – Reich der Tiere

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Gegründet wurde die Band im Sommer 2003 von Simon, Paul und Stephan und benannte sich nach dem Beitritt des Sängers Radi
im November des gleichen Jahres in Fremdkoerper. 2004 erschienen die ersten Demoaufnahmen, im Herbst 2005 folgte der erste
Auftritt und danach passierte noch einiges anderes. Grob verallgemeinert spielen wir eine gesunde Mischung aus kräftigem Deutschpunk
und Heavy Metal kombiniert mit kritischen Texten.

Hinsichtlich „Contra Xenofobia“ fällt früh die sinngemäße Verwandtschaft zwischen dem Projekt und unserem Bandnamen auf,
kann er doch gleichsam als gesellschaftliche Auswahl interpretiert werden. Der „Fremdkoerper“ gehört nicht zur großen Gruppe
und muss trotzdem in dem Geflecht des Immergleichen überleben. Darin liegt seine Stärke. Er ist der Katalysator der Welt,
denn hätte es keine geistigen Ausnahmen gegeben, so befänden wir uns noch heute im dunklen Mittelalter. Der Fremdkoerper nach
unserer Definition ist somit ein starkes und im Bezug auf seine eigenen Freiheiten auch radikales Individuum.

Die Gretchenfrage liegt aber im friedlichen Zusammenleben, dass man entweder durch Anpassung erzwingen kann, um sich
selber den freigeistigen Kopfschuss zu geben, oder eben im respektvollen Umgang und Austausch mit seinen Mitmenschen
unter der Flagge der freien Persönlichkeitsentwicklung und unvoreingenommenen Achtung Andersdenkender und Andersaussehender.
Doch auch mit zuviel Toleranz ist Vorsicht geboten, denn Strukturen die ein solch sensibles Prinzip gefährden, dürfen nicht
geduldet werden und genau das ist (unserer Meinung nach) der Kern von Contra Xenofobia!

Was uns gerade hier im beschaulichen Sauerland auffällt, ist die absurde Tatsache, dass Fremdenhass gerade dort seine Anhänger findet,
wo es nur sehr wenig Ausländer und Multikulti gibt. Haben wir es hier bloß mit Vorurteilen zu tun oder wird die Phobie ihrem Namen gerecht?
Wir möchten nun unser Statement mit einem Zitat von Jonathan Frakes beenden: „Habt keine Angst vor dem Unbekannten!“

Lyrik zu …

„Im Reich der Tiere“

Kennst du den Wolf, dessen Antlitz hinter weißem Schafspelz steckt
Während er mit seiner Zunge geifernd sich die Lippen leckt?

Kennst du die Schlange, die die Wahrheit mit gespalt’ner Zunge zischt
Und deren Worte schneller töten, als ihr eigentliches Gift?

Und kennst du auch die Affen
Die den ganzen Tag nur gaffen?
Grinsend vor dem Spiegel steh‘n
Und nicht begreifen, was sie seh‘n?

[Refrain 1]
Wo Knochen Wege pflastern
Und das Blut die Währung ist
Wo Tapeten aus Haut
Die Lungen schützen vor Asbest
Da ist der Mensch nur ein Tier und seine Tugend die Gewalt
Da ist sein Reich das Ergebnis roten Blutes auf grauem Asphalt

[Strophe 1]
Das Reich der Tiere hat begonnen
Aus der Hölle im Verstand
Hat die Schlange ersonnen
Neue Pläne für das Land

Hinter ihr da steh‘n die Wölfe
Sich die Beine in den Bauch
Nur ein Wort in ihren Ohren
Dann schwärmen sie aus

Und die Affen gaffen!

[Refrain 2]
Wo Zähne teure Ketten
An den schönsten Hälsen zier‘n
Wo Monokel aus Galle
Das Licht der Kerzen reflektier‘n
Da ist der Mensch nur ein Tier und seine Tugend die Gewalt
Da ist sein Reich das Ergebnis roten Blutes auf grauem Asphalt

[Strophe 2]
Das Reich der Tiere hat begonnen
Aus dem Dunkel im Versteck
Sind sie alle hergekommen
Der Gestank hat sie geweckt

Ein ganzes Land versinkt im Chaos
Stumm und günstig ist die Zeit
Sabber klebt an ihren Lefzen
Sie wittern Menschenfleisch

Und die Affen gaffen!

[Refrain]

[Die gute Brücke]
Jedes Wort muss seziert sein
Jeder Muskel steht im Blick
Jedes Zucken, jeder Ton
Braucht sofort ein Gegenstück

[Refrain 4]
Wo Herzen Augen haben
Und der Mut zum Handeln wächst
Wo man keinen Zentimeter
Wilden Tieren überlässt
Da ist der Mensch kein Primat und seine Tugend das Misstrau‘n
Da kann er allen Wölfen, allen Schlangen den Weg an die Spitze verbau‘n